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Staatliche Technikakademie Weilburg zeigt Hochklassiges am Tag der offenen Tür

Der jährliche Tag der offenen Tür wurde zur Leistungsschau der Technikakademie. Angehende Techniker aus der Region zeigten ihre Stärken und führten den geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Dienstleistung die Bedeutung der Traditionsschule für die heimische Industrie vor Augen. Studierende, Absolventen und Ehemalige gaben sich in entspannter Atmosphäre ein Stelldichein.

In Ihrer Eröffnungsrede in der frisch renovierten Aula konnte Schulleiterin Astrid Häring-Heckelmann zahlreiche Vertreter aus der heimischen Politik, Wirtschaft und Dienstleistung begrüßen, u. a. den Landtagsabgeordneten Tobias Eckert (SPD), den scheidenden Bürgermeister Hans Peter Schick (parteilos) sowie den Leitenden Schulamtsdirektor für den Bereich Berufliche Schulen am Staatlichen Schulamt in Weilburg, Herr Markus Topitsch, die sich jeweils mit einem eigenen Grußwort an das Publikum wandten.

Der heimische SPD-Landtagsabgeordnete Tobias Eckert hob in seinem Grußwort die Bedeutung der Technikakademie für den Bildungs- und Wirtschaftsstandort Weilburg und die Region hervor. "Die Technikakademie zeichnet sich durch das gegenseitige Miteinander von Wirtschaft, Bildungseinrichtung und Studierenden aus. Viele reden nur über die großen Themen unserer Zeit, wie Industrie 4.0 oder die Energiewende. Sie setzen diese Themen hier konkret um und bilden die Experten für die Herausforderungen von heute und morgen aus", sagte Eckert. Die Chance der Staatlichen Schulen bestehe darin, mit ihren Ressourcen neue Lehrinhalte zu entwickeln und diese in der Fläche in die Praxis umzusetzen. Dafür müssten die staatlichen Schulen bestmöglich vom Land ausgestattet werden, betonte der SPD-Abgeordnete.



Ein Studierender der Klasse AP 2 demonstriert das Projekt „Hexapod“ (Roboterspinne)

"Bildung und Arbeit – Schlüssel zum Erfolg" war das Motto von Bürgermeister Hans-Peter Schick in seinem Grußwort. "29 Schulen und Bildungseinrichtungen sowie 1073 gemeldete Gewerbebetriebe prägen das Leben unserer Stadt Weilburg an der Lahn entscheidend mit, Bildung und Arbeit für Menschen", so Schick.  Kritisch sieht er den Zusammenschluss der beiden Schulen Glasfachschule und Technikakademie zur Staatlichen Fachschule Weilburg-Hadamar. "Gerade heute in einer Zeit des globalen Geschehens in allen Bereichen des Lebens, ist es absolut notwendig, mit einem klaren Profil und einer klaren Botschaft auf dem Markt, ob in Bildung oder Wirtschaft, unterwegs zu sein, um erfolgreich zu sein."

Schulleiterin Astrid Häring-Heckelmann bedankte sich bei Bürgermeister Schick für die großartige Unterstützung in den vergangenen Jahren. Sie ergänzte, dass genau aus diesem Grund jeder der beiden Standorte sein spezifisches Profil behalten müsse und daher an jedem Standort ein eigener Tag der offenen Tür stattfinde. An der Staatlichen Glasfachschule Hadamar stehe das Handwerk rund um den Werkstoff Glas im Mittelpunkt und an der Staatlichen Technikakademie Weilburg die faszinierende Welt der Mechatronik, Maschinen-, Elektro- und Informationstechnik.

Stadtverordnetenvorsteher  Bruno Götz und Studierender Manuel Neid unterhalten sich angeregt über das Projekt der Klasse EP 2 "Simulation eines Wasserkraftwerkes"

Der Höhepunkt der Eröffnungsveranstaltung war wie in jedem Jahr die Preisverleihung für die besten Abschlussprojekte. Die sieben Preise wurden dieses Mal ausgelobt vom Verband der Elektrotechnik (VDE) Rhein Main e. V., vertreten durch Dipl.-Ing. Achim Belle, mit dem Friedrich-Dessauer-Preis, vom Weilburger Förderverein der Technikakademie WeiTe e. V., vertreten durch das Vorstandsmitglied Richard Gottschling, sowie vom Bundesverband höherer Berufe der Technik, Wirtschaft und Gestaltung e. V. (BVT).

Der Friedrich-Dessauer-Preis des VDE Rhein Main, verbunden mit Urkunde, Trophäe und Preisgeld, wurde dreifach vergeben, und zwar aus der Fachrichtung Elektrotechnik in den Schwerpunkten "Automatisierungs- und Prozessleittechnik" (AP), "Energietechnik und Prozessautomatisierung" (EP) sowie "Informations- und Kommunikationstechnik" (IK). Das Projektteam im Schwerpunkt "Automatisierungs- und Prozessleittechnik" z. B. beeindruckte mit einem Kurzvortrag und Video über die "Entwicklung und Realisierung einer Auspackstation für Rohpapierbögen mit Hilfe von KUKA Robotik".
Die Preisträger VDE sind die Studierenden: Daniel Breuer, Maurice Dewald, Konstantin Massold, Johannes Wirth, Lukas Müller, Kevin Schmidt, Benjamin Stanoiu, Philipp Werkner, Alexander Schermuly und Alexander Späth.

Der Förderverein WeiTe zeichnete aus der Fachrichtung Maschinentechnik ebenfalls die drei besten Projekte aus, und zwar in den Schwerpunkten "Mechatronik/Systemtechnik" (MT), "Verfahrens- und Umwelttechnik" (VU) sowie "Konstruktion und Entwicklung" (KO). Neben einer Urkunde gab es zusätzlich jeweils ein Preisgeld, überreicht von Richard Gottschling. Als Lehrer an der Technikakademie gab er seinen Studierenden mit auf den Weg: "Mit den besten Projekten ist das so eine Sache, ein Projekt ist auch erfolgreich verlaufen, wenn die angehenden Techniker neue Erfahrungen und deutliche Lernerfolge daraus mitnehmen konnten."
Die Preisträger WeiTe sind die Studierenden: Philipp Ebener, Sebastian Erbe, Daniel Jerke, Jan Lübberstedt, Alexander Rosin, Johannes Lippert, Dennis Mayer, Pascal Schleuning, Tobias Andre, Daniel Fey, Julia König, Kai Kloft und Lukas Lippert.

Auch in diesem Jahr sind Absolventen für ihre Projektarbeiten im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs "BVT-Award 2017/ Projekt U+" ausgezeichnet worden. Der Preis wird alljährlich vom bekannten Bundesverband höherer Berufe der Technik, Wirtschaft und Gestaltung e. V. (BVT) mit Sitz in Königswinter an die bundesweit besten Technikerprojekte verliehen. Das Projekt mit dem Titel "Entwicklung und Realisierung einer teilautomatischen Produktionslinie für den Zwei-Komponenten-Verguss von RFID-Transpondern" für einen bekannten Limburger Automobilzulieferer wurde mit dem zweiten Preis des BVT Award 2017 ausgezeichnet. Die Urkunde wurde in Vertretung des BVT-Hauptgeschäftsführers Gerard Wolny von Frau Annette Stensitzky überreicht. Vom vierköpfigen ehemaligen Projektteam des vergangenen Jahrgangs erschienen Sebastian Sturm, Simon Krapp und Thomas Grochowski. Jan Hoffmann ließ sich aus London entschuldigen. Herr Grochowski verwies in seiner Kurzdarstellung des Projekts auch auf die schönen Seiten, die man im Windhof und als Studierende in Weilburg während der Studienzeit erleben durfte.

Studierender van Kieu Phuong (aus Vietnam) erklärte seinem Kommilitonen Tobias Schneider das Projekt der Klasse MT 2 "Simulation einer Windkraftanlage"

Der Tag der offenen Tür an der Staatlichen Technikakademie ist immer auch eine Leistungsschau der Studierenden. Die auf hohem Niveau mit Unternehmen der Region durchgeführten Projektarbeiten wurden in den Klassenräumen, auf den Fluren, in den Laboren und in der Aula präsentiert.

Im weiteren Tagesverlauf konnte Schulleiterin Astrid Häring-Heckelmann den Bundestagsabgeordneten Markus Koob (Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend), den MdL Andreas Hofmeister, den Vorsitzenden des Kreistags Joachim Veyhelmann, den Ersten Stadtrat Hartmut Eisenträger mit Frau (Ortsvorsteherin der Kernstadt), den Stadtverordnetenvorsteher Bruno Götz sowie den Schulleiter der Friedrich-Dessauer-Schule in Limburg Stefan Laux begrüßen und im Rahmen eines Rundganges entlang der zahlreichen Projektstationen die Stärken der Technikakademie illustrieren.

Der Tag der offenen Tür führte auch zahlreiche Absolventen und Ehemalige zum Austausch zusammen. Die Jüngeren berichteten ihren Lehrern, wie schnell sie einen guten Job gefunden haben und in welchen Unternehmen sie untergekommen sind. Alexander Bode, Vorjahres-Absolvent der Klasse "Computer- und Netzwerktechnik", ist gebürtiger Österreicher aus der Steiermark und hatte sich vor drei Jahren nach ausgiebigen Online-Recherchen über Techniker-Fachschulen in ganz Europa für Weilburg entschieden. Mit Freundin, der er stolz seine alte Wirkungsstätte zeigte, war er eigens aus München angereist, er arbeitet dort nun im mittleren Management beim Autobauer BMW. Die meisten Absolventen, so schien es, blieben bei ihrer Arbeitsplatzwahl jedoch der hessischen Heimat treu.

Ein Tag der offenen Tür an der Technikakademie ohne leckere Speisen und Getränke ist undenkbar. So hatten in diesem Jahr sich die Studierenden und Lehrkräfte der Klasse VU (Verfahrens- und Umwelttechnik) eine besondere Überraschung ausgedacht. Eine selbst konstruierte Popcorn-Maschine aus Glas (eigens dafür an der Glasfachschule Hadamar  gefertigt) auf Grundlage des Wirbelstromverfahrens war der Hingucker schlechthin und ein leckerer Snack. Wer dazu noch sehen wollte, wie eine Kaffeeröstmaschine - ebenfalls auf Grundlage des Wirbelstromverfahrens - funktioniert, hatte auch hierzu Gelegenheit. Das Wetter spielte mit, und die Besucher konnten sich im Energiepark bei strahlendem Sonnenschien gemütlich niederlassen. Ein Getränkewagen, ein Grillrost für Würstchen und ein neuer Smoker für einen saftigen Braten regten den Appetit an. Viele Ehemalige kamen wie alle Jahre wieder zum Tag der offenen Tür und zum anschließenden Windhoffest, um über alte Zeiten zu plaudern.


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